Corona – verstehen, was zu tun ist

Sieht man einmal von den gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen ab, die vom Corona-Virus auf unsere Bauprojekte ausgehen werden, hat dieser Beitrag eigentlich gar nichts auf dieser Website zu suchen. Andererseits liegt es in der Sachverständigen-DNA, auch komplizierteste Sachverhalte so erklärt haben zu wollen, dass die Zielgruppe sie verstehen kann.

Hier tun sich aus meiner Sicht aktuell zwei Video-Beiträge so deutlich hervor, dass sie zur Untermauerung der gestrigen Worte der Kanzlerin eigentlich auf den Titeln und Startseiten aller Medien dauerpräsent sein müssten: .weiterlesen ...

Spiele stehen und fallen mit ihren Regeln – genau wie das Bauen

Der selbstbewusste und mutige Umgang mit steigenden Komplexitäten in unseren Projekten bildet den Schwerpunkt meines Beitrages zur Festschrift anlässlich des 65. Geburtstages von Prof. Klaus Eschenbruch. Wenngleich augenzwinkernd dargelegt, plädiere ich dafür, dem kontinuierlichen Komplexitätswachstum – und damit der Anzahl der Projektbeteiligten – Einhalt zu gebieten und verantwortungsvoll zu entscheiden, auf welche zusätzlichen Regeln künftig im Sinne des Projekterfolges besser verzichtet werden sollte.

Die Beibehaltung aussagekräftiger Projektbeteiligtenlisten trotz DSGVO ist ein schönes Beispiel dafür, dass grundsätzlich sowohl von der Notwendigkeit, als auch der Bereitschaft ausgegangen werden kann, angemessene Regelübertretungen im Sinne erfolgreicher Projekte zu riskieren.

Good Morning Lean! A wakeup call.

Auf Einladung des VDI-Verlags habe ich in der Jahresausgabe 2018/2019 Bautechnik der Zeitschrift “Bauingenieur” einen Beitrag zum Thema Lean Construction verfasst. Dabei habe ich deutlich vor überzogenen Erwartungen gewarnt:

Lean Construction ist insbesondere kein Projektverstärker, der wie eine schmackhafte Sauce schlecht laufende Projekte verfeinern, und ihre Performance verbessern kann. Lean Management ist eher – um im Bild zu bleiben – eine fein abgeschmeckte Rezeptur aus Kompetenz, Zusammenarbeit, Methoden, gesundem Menschenverstand, Vertrauen, Kultur, Mut, Ehrlichkeit, Change – und vor allem: aufrichtigem Wollen und entschlossenem Handeln.

Lean ist keine Raketenwissenschaft, sondern setzt vielmehr auf die Wiedererweckung des Verständnisses für kluges, sinnvolles, intelligentes und effizientes Handeln aller Beteiligten. Dabei geht es darum, Dinge, von denen man etwas versteht, möglichst einfach und zugleich richtig und gut zu machen. Lean-Methoden können insoweit Anregung bieten, eigenes Handeln zu reflektieren und zu verbessern. Lean ist aber sicherlich keine neue Leistung und insbesondere kein Turbo-Booster, der auf bestehende Organisationen oder Projekte aufgepfropft werden kann.

Ausdrücklich zu warnen ist insoweit vor den Gefahren, die von aktuellen Lean-Management-Modellen ausgehen können, wenn Lean-Berater in etablierte Verantwortlichkeiten von Planern oder bauausführende Firmen einzugreifen sollen. Kurzfristig führt das zu einer Diffusion und Verwischung von Verantwortlichkeiten, mittel- und langfristig kann dies Strukturveränderungen bewirken, wie einstmals die Herauslösung von Projektsteuerungsaufgaben aus der ursprünglich ganzheitlichen Wahrnehmung der Bauherreninteressen durch den Architekten.

Echte Bau-Kompetenz erscheint hier klar der bessere Weg. Bauherren, Lehre, Büros und Betriebe: Aufwachen! Es gibt viel zu tun!

Der vollständige Beitrag kann hier abgerufen werden.

Die VOB/B lebt!

Wie der Deutsche Vergabe- und Vertragsausschuss für Bauleistungen (DVA) in seiner Pressemitteilung vom 18.07.2018 mitteilt, bleibt die VOB/B trotz neuem Bauvertragsrecht in ihrer aktuellen 2016er Ausgabe zunächst unverändert.  Der zuständige Ausschuß möchte die Entwicklung der Rechtsprechung beobachten, bevor über Anpassungsbedarfe nachgedacht werden kann.

Zuvor hatte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit in seinem Erlaß vom 18.05.2017 bereits klargestellt, daß im Bundeshochbau die VOB/B auch weiterhin als vertragliche Grundlage zu vereinbaren ist. Dies allerdings insgesamt und ohne inhaltliche Änderungen, weshalb das Vergabe- und Vertragshandbuch des Bundes inzwischen entsprechend angepaßt wurde.

Damit werden die rechtlichen Unsicherheiten, die bislang vom neuen Bauvertragsrecht ausgegangen sind,  wieder beherrschbar.

 

 

BIM – mehr als nur ein Modethema

Building Information Modelling ist im angelsächsischen Raum schon seit Jahren Standard und faßt zunehmend auch in Deutschland Fuß. Dabei geht es nicht um den Einsatz einer neuen Software, sondern um einen völlig neuen, interdisziplinär-integrativen Ansatz der Planung von Bauwerken.

Mit BIM wird das Bauwerk von den Beteiligten am Bildschirm komplett in 3D modelliert, bevor es draußen “in echt” gebaut wird: Der Architekt konstruiert den Rohbau, in den der Haustechniker anschließend seine Lüftungskanäle und Leitungen “einbaut”. Wenn ein Leitungsstrang dann vor einer Betonwand endet, in der ein “Loch” vergessen worden ist, ist das mit wenigen Klicks erledigt. So können am Ende des Planungsprozesses abgestimmte und weitgehend fehlerfreie Pläne auf die Baustelle geliefert werden. Das macht Bauen besser, schneller und günstiger.

Aufgrund dieser und weiterer Vorteile hat die Reformkommission Bau von Großprojekten (“Ramsauer-Kommission”) vor zwei Jahren den Einsatz von BIM in Großprojekten empfohlen. Hierauf basiert der Plan zur Digitalisierung der Baubranche von Bundesminister Alexander Dobrindt, der aktuell in einer Pilotphase läuft. Ab 2020 soll BIM in allen neu zu planenden Projekten des BMVI verbindlich eingesetzt werden.

Weniger präsent ist dagegen der Nutzen von BIM nach Abschluß der Baumaßnahme: Ein gut strukturiertes und sorgfältig gepflegtes BIM ist nämlich die beste Bestandsdokumentation, die quasi als Abfallprodukt kostenlos im Bauprozess entsteht. Was bislang noch als Computer Aided Facility Management- (CAFM) System den späteren Gebäudebetrieb unterstützt – und dafür erst noch mit Daten befüllt werden muß, wird künftig mit BIM verschmelzen. Auch das kann für private Bauherren mit langfristiger Nutzungsperspektive ein zusätzlicher Grund sein, bei neuen Projekten jetzt in BIM einzusteigen.

Neues Bauvertragsrecht

Haarschnitt und Hausbau haben eines gemeinsam: Es handelt sich um Werkverträge gemäß BGB. Ihre Unterschiedlichkeit legt aber nahe, daß gesetzliche Regelungen zum Haarschnitt nicht ausreichen können, um den komplexeren, teureren und länger laufenden Bauverträgen gleichermaßen gerecht zu werden.

Deshalb wurde bereits in den zwanziger Jahren die VOB/B aufgelegt, die das Zusammenspiel von Bauherr und Bauunternehmer in Bauverträgen regelt. Beide Seiten wirken seither gleichermaßen an der Entwicklung mit, weshalb die VOB/B in ganz besonderer Weise als sachgerecht und ausgewogen gilt. Die Regelungen der VOB/B können vertraglich vereinbart werden und ergänzen dann die ‑ wie dargestellt: unzureichenden ‑ gesetzlichen Regelungen.

Dabei ist als Besonderheit zu beachten, daß die VOB/B nach herrschender Meinung den Charakter Allgemeiner Geschäftsbedingungen, und insoweit die an sie zu stellenden Bedingungen zu erfüllen hat. Das ist häufig dann nicht mehr der Fall, wenn die VOB/B zwar vertraglich vereinbart wird, in einzelnen Punkten (z. B. Verjährungsfrist für Mängelansprüche) aber abweichende Regelungen getroffen werden. In solchen Fällen gerät die Ausgewogenheit der VOB/B in Gefahr was ihre vollständige Unwirksamkeit zur Folge haben kann. Damit würden wieder die (unzureichenden) gesetzlichen Regelungen einschlägig.

Zum 01.01.2018 tritt nun das neue Bauvertragsrecht in Kraft. Von seinem Ansatz her ergänzt es das BGB um die für Bauverträge bisher „fehlenden“ Regelungsinhalte und könnte damit perspektivisch an die Stelle der VOB/B treten. Das ist insbesondere im Verbraucherbereich, in dem oft nicht die VOB/B vereinbart wurde, eine gute Entwicklung. Im professionellen Bereich dagegen stellt sich für den Bauprojektmanger spätestens im nächsten Jahr die Frage der Vertragsgestaltung. Dabei deutet vieles darauf hin, daß die gesetzlichen Regelungen des neuen Bauvertragsrechts noch nicht ausreichen:

Einerseits der Zeitablauf: Nach rund 10-jähriger Vorbereitung fand die Lesung des ersten Gesetzesentwurfs am 18.05.2016 statt. Knapp ein Jahr später hat der 6. Ausschuß seine Beschlüsse zu Änderungen und Ergänzungen am 08.03.2017 vorgelegt, die einen Tag später in zweiter und dritter Lesung behandelt, und noch am gleichen Tag vom Parlament beschlossen wurden. Dies wirft die Frage auf, ob und inwieweit die Beschlüsse des Ausschusses noch wirksam inhaltlich behandelt und abgewogen werden konnten.

Andererseits führt das neue Bauvertragsrecht etwa im Bereich des Anordnungsrechts neue Regelungen ein, zu denen es weder Praxiserfahrungen, noch Rechtsprechung gibt, und die zudem Mißbrauchspotential in sich bergen. Es ist somit fraglich, ob das neue Bauvertragsrecht mehr Rechtssicherheit bieten kann als die bisherigen VOB/B-Regelungen.

Auch die fortgesetzte Vereinbarung der VOB/B gestaltet sich insoweit schwieriger als bisher, als sie jetzt kein gesetzliches Vakuum mehr füllt, sondern mit ihren Regelungen in Konflikt mit den neuen gesetzlichen Regelungen kommen kann, die es vorher nicht gab. Deshalb hat es sich der Deutsche Vergabe- und Vertragsausschuß für Bauleistungen (DVA) im Rahmen seines Arbeitsprogramms 2017/2018 auch zur Aufgabe gemacht, die VOB/B im Hinblick auf das Gesetz zur Reform des Bauvertragsrechts zu überprüfen.

Zusammenfassend ist dem Bauprojektmanger jetzt leider ein über Jahrzehnte erlerntes und erprobtes Instrumentarium abhanden gekommen, für das noch kein gleichwertiger Ersatz zur Verfügung steht. Tendenziell scheint bis auf weiteres die VOB/B in ihrer Reinstform, also ohne jedwede Anpassungen oder Abweichungen, die stabilste Vertragsgrundlage darzustellen. In jedem Fall aber dürfte juristischer Rat derzeit unverzichtbar sein.

 

Fast alles richtig gemacht?

Schön ist sie geworden, die Elbphilharmonie. Und was hat sie nicht alles ertragen müssen, dieser Leuchtturm verlernten Bauens in Deutschland? Dabei hat Deutschland das Bauen gar nicht verlernt, es hat nur sein Wissen manchmal nicht eingesetzt. Entspre­chend enthält der im Juni 2015 vorgelegte Abschlußbericht der von der Bundesregierung eingesetzten Reformkom­mission für Großpro­jekte für Fachleute auch keine neuen Erkennt­nisse. Dafür schafft er aber insbesondere für Nicht-Fachleute einen neutralen, d. h. von Branchen-, Verbands- oder Politikinteressen unabhängigen breiten fachlichen Konsens: Wer sich an diese Spielregeln hält, der hat schon die wesentlichen Dinge richtig gemacht.

Ja, heißt es jetzt bei den touristischen Führungen in Hamburg, teurer sei sie natürlich schon geworden, die Elbphilharmonie, 700 Mio. EUR hätte sie gekostet anstatt 70 und es wird gleich nachgeschoben: Hätte man gleich die wahren Kosten benannt, wäre sie bestimmt niemals gebaut worden – und das wäre doch wirklich schade gewesen. Auch wenn diese Argumentation bei der bischöflichen Residenz in Limburg nicht getragen hat, so erhielt sie doch schon 1463 den Segen von Papst Pius II, der an seinen Baumeister Bernardo Rosselino gerichtet wie folgt zitiert wird:

„Du hast ganz recht gehandelt, Bernardus, daß du uns über die voraussichtlichen Kosten getäuscht hast. Wenn du uns die Wahrheit gesagt hättest, hättest du uns nie zu einer solchen Aufgabe bewegen können, und weder der vornehme Palast, noch das in ganz Italien seinesgleichen suchende Gotteshaus stände jetzt hier, deine Vorspiegelungen legten den Grund zu diesen herrlichen Bauwerken, die mit wenigen Ausnahmen von bloßem Neid verzehrten Menschen alle rühmen. Wir danken dir und erkennen unter allen Architekten des Jahrhunderts dir die erste Stelle zu.“ .weiterlesen ...

Eine Frau neun Monate – neun Frauen ein Monat?

Termine, Kapazitäten und Logistik waren das Schwerpunkt-Thema der diesjährigen DVP-Herbsttagung. Was sind seriöse Termine, was läßt sich realistisch beschleunigen? Wo muß der Bauherr bestehende Zwänge einfach akzeptieren, um kein “postfaktisches Projektmanagement” zu betreiben? 

In ihren Kaufverträgen sagen  Automobilhersteller meist nur  voraussichtliche Liefer-Quartale zu, und das, obwohl 

Autos in einem Regelprozess produziert werden und ihre Lieferzeiten meist ohnehin nur Monate betragen. Je näher der Liefertermin rückt, umso genauer wird er präzisiert. Wenn es also schon in stationären Produktionsprozessen schwierig ist, verbindliche Termine zu benennen, was kann dann in über mehrere Jahre andauernden Bauprojekten realistisch zugesagt werden? .weiterlesen ...

Warum scheitern Großprojekte – immer wieder?

In etwa 450 m Höhe verleiht die geschlossene Wolkendecke in der aufgehenden Sonne den Wolkenkratzern Dubais eine besondere Mystik, die zum Nachdenken über Bauprojektmanagement anregt.

Der Burj Khalifa, von dem dieses Bild im Februar 2016 aufgenommen wurde, ist mit seinen 828 m das höchste Gebäude der Welt. Nach sechsjähriger Bauzeit wurde er Anfang 2010 eröffnet. Demgegenüber ist ein Eröffnungstermin des Berliner Flughafens BER auch 10 Jahre nach dem ersten Spatenstich noch nicht absehbar. Woran könnte das liegen?

Von einer höheren baulichen Komplexität kann am BER nicht ausgegangen werden, auch der Baugrund scheidet angesichts seiner vergleichsweise geringen Auflastung als Ursache aus. Es ist auch nicht davon auszugehen, daß Architekten und Ingenieure in Deutschland schlechter qualifiziert wären als jene in Dubai – was auch für die dort überwiegend aus Südost-Asien stammenden Bauarbeiter im Vergleich zu ihren Kollegen in Deutschland gelten dürfte. Nachdem auch im Vergleich zu Dubai minderwertige Materialien als deutsche Ursache ausscheiden, ist diese wohl an anderer Stelle zu suchen.

Die Auflösung ist in der ImmobilienZeitung vom 15.09.2016 zu lesen: „Es gibt ein Manager-Problem“, meint Prof. Norbert Preuß, „Denn bislang werden nach wie vor Kandidaten zum Projektmanager ernannt, die sich durch ein gutes Netzwerk in Richtung Auftraggeber auszeichnen und weniger durch die wirklich erforderlichen Eigenschaften.“ Dabei ist es ein Trugschluß zu glauben, daß Kompetenzdefizite durch ein Mehr an Controllern oder Anwälten aufgefangen werden können. Niemand würde sich in ein Flugzeug setzen, das von einem verdienten Airline-Mitarbeiter aus der Verwaltung geflogen wird, selbst wenn ihm noch so viele Controller und Anwälte über die Schulter schauen.

Es hat sich in der Fliegerei bewährt, den Flug von zwei Vollprofis in der ersten Reihe durchführen zu lassen, die ihrer großen Verantwortung entsprechend aufwendig ausgebildet wurden, dann Flugerfahrung sammeln mußten und ihr Können auch heute noch immer wieder in Prüfungssituationen unter Beweis stellen müssen.

Durch konsequenten Einsatz von Projektmanagern mit der richtigen Formalqualifikation und passenden Projekt-Erfahrungen (“track record” – vgl. “type rating“), je nach Projektgröße auch mit zusätzlicher Zertifizierung könnte das Modell auf das Bauwesen übertragen werden – und wäre gleichzeitig die Lösung des “Manager-Problems”.

Streit vermeiden durch “Frühe Neutrale Beurteilung”

“Vielleicht hätte man gleich jemanden fragen sollen, der sich damit auskennt” lautete einstmals der Werbeslogan für die Gelben Seiten.

Diese Aussage trifft in besonderer Weise auf Bau-Streitigkeiten zu, wie ich sie immer wieder in meiner gerichtlichen Tätigkeit erlebe. Deshalb setze ich mich für die Förderung der außergerichtlichen Streitbeilegung ein, sei es als Mitglied der Deutschen Gesellschaft für außergerichtliche Streitbeilegung (DGA-Bau), oder mittels eines “Erklär-Flyers” zur “Frühen Neutralen Beurteilung”, die ich als Sachverständiger anbiete.

Aufgrund der Faltung ist der Flyer sowohl in einer Druckfassung, als auch in einer Bildschirmfassung erhältlich.

Praxis-Beispiel aus dem Flyer:

Zwei Parteien streiten über die Anzahl verbauter Dachflächenfenster, wobei ein Fenster strittig ist. Der Fall landet vor Gericht. Nach dreijähriger Verfahrensdauer trifft das Gericht den Beweisbeschluß, daß die korrekte Anzahl der Dachflächenfenster durch einen Sachverständigen zu ermitteln ist. Der von ihm anberaumte Ortstermin ergibt, daß es sich bei dem strittigen Fenster nicht um ein Dachflächenfenster, sondern um ein Giebelfenster handelt.

 Dies hätte wesentlich einfacher vor Anrufung des Gerichts geklärt werden können. Denn ist der Fall erst einmal vor Gericht, sind Informationsgewinnung und Informationsaustausch stark eingeschränkt. Zum einen hat alles schriftlich zu erfolgen, was die Angelegenheit zeitlich in die Länge zieht. Zum anderen bestimmen alleine die Parteien, welche Informationen sie zur Akte reichen wollen. Werden dabei lösungsentscheidende Sachverhalte übersehen, entwickelt sich der Rechtsstreit in eine falsche Richtung. .weiterlesen ...