Beiträge

Doppelpass für bessere Projekte

Das 2014 in 4. überarbeiteter Auflage erschienene AHO-Heft 9 ist sozusagen die aktuelle “Bibel” für die zuverlässige Organisation der “inneren Mechanik” von großen Projekten. Für die Projektstufen 1-5 enthält es Leistungsbilder von der Projektvorbereitung über die Planung, die Ausführungsvorbereitung, die Ausführung bis hin zum Projektabschluss. Damit bietet es eine erprobte und anerkannte Methodik i. W. für überschaubare und klar definierte (Groß-) Projekte in beherrschbaren Umfeldern. .weiterlesen ...

Konfliktmanagement in AHO Heft 37 neu geregelt

Rechtzeitig zum 8. Kongress “Konfliktmanagement in der Bau- und Immobilienwirtschaft” am 16.03.2018 in Berlin ist im Bundesanzeiger Verlag das gleichnamig Heft neu erschienen. Damit wird der in Bau-Fachkreisen seit Jahren bestehenden Unzufriedenheit über die gerichtlichen Möglichkeiten der Beilegung von Streitigkeiten auch normativ ein Lösungsweg angeboten, bei dem Juristen und Techniker gemeinsam und auf Augenhöhe zu einer schnellen und kostengünstigen Befriedung von Konflikten beitragen können. .weiterlesen ...

BIM zu Ende gedacht

Modelle oder Zeichnungen, statische oder dynamische Visualisierungen, offline oder in Echtzeit gerechnet, sind im Bauwesen nichts Neues. Meist werden sie für Marketing-Zwecke erstellt, auch zur Vorbereitung schwieriger Entscheidungen sind sie ein wertvolles Hilfsmittel. Was früher der Modellbauer war, ist heute der Modellierer.

Er ermöglicht es, ein geplantes Gebäude schon einmal von innen anzusehen, einen Blick hinter die Abhang-Decke zu werfen oder die Nutzbarkeit von Räumen anhand von Möblierungs-Alternativen zu prüfen. Dank hochentwickelter Gaming-Hardware ist das heute bereits mit überschaubarem Ausstattungs-Aufwand live und als Echtzeit-Simulation möglich. Eine Monitor-Maske überträgt jede Kopfbewegung fließend in die entsprechende Blickperspektive, so daß sich der Besucher ganz natürlich „umschauen“ kann. Zum „herumlaufen“ genügt es, das Zeigegerät in die gewünschte Richtung zu halten, und schon geht’s los in der virtuellen Realität (VR). .weiterlesen ...

Nicht gesund: Projektsalat

Im Zusammenhang mit problematischen Großprojekten diskutiert die Projektmanagement-Community gerne, inwieweit unzureichende Projektmanagement-Kompetenz des Auftraggebers als Ursache infrage kommt. Wie verhält sich diese Kompetenz zur Bauherrenkompetenz?

Bauherrenkompetenz meint vor allem die Kompetenz, ein Bauprojekt übergeordnet leiten zu können. Diese Leitung ist in das Bauprojekt hinein gerichtet und technischer, wirtschaftlicher, organisatorischer und rechtlicher Natur. Sie wird von einem (Bau-)Projektleiter wahrgenommen, der sein Projekt in der Rolle eines “Geschäftsführers auf Zeit” leitet. Im Projekt selbst erledigen dann Architekten und Ingenieure das eigentliche Projektmanagement, das zu ihren Kernkompetenzen zählt. Schließlich waren und sind Bauprojekte – der Name sagt es bereits – per definitionem immer Projekte. .weiterlesen ...

Die VOB/B lebt!

Wie der Deutsche Vergabe- und Vertragsausschuss für Bauleistungen (DVA) in seiner Pressemitteilung vom 18.07.2018 mitteilt, bleibt die VOB/B trotz neuem Bauvertragsrecht in ihrer aktuellen 2016er Ausgabe zunächst unverändert.  Der zuständige Ausschuß möchte die Entwicklung der Rechtsprechung beobachten, bevor über Anpassungsbedarfe nachgedacht werden kann.

Zuvor hatte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit in seinem Erlaß vom 18.05.2017 bereits klargestellt, daß im Bundeshochbau die VOB/B auch weiterhin als vertragliche Grundlage zu vereinbaren ist. Dies allerdings insgesamt und ohne inhaltliche Änderungen, weshalb das Vergabe- und Vertragshandbuch des Bundes inzwischen entsprechend angepaßt wurde. .weiterlesen ...

BGH-Urteil: Gericht muß ein Privatgutachten wie ein Gerichtsgutachten behandeln

Die Frühe Neutrale Beurteilung stellt einen pragmatischen und einfachen Einstieg in die außergerichtliche Streitbeilegung dar. Vereinfacht ausgedrückt legen die Parteien ihren Streit dabei zeitnah gemeinsam einem solchen Sachverständigen vor, wie ihn ansonsten ein Gericht erst im Rahmen eines Rechtsstreits hinzuziehen würde. Beauftragen sie insoweit einen öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen mit der Erstellung eines Privatgutachtens, ist seine Bewertung ein starkes Indiz dafür, wie ein Rechtsstreit im Fall einer Nicht-Einigung aufgrund eines gerichtlichen Sachverständigen (öffentlich bestellt und vereidigt) enden könnte. .weiterlesen ...

Lean Construction – Wunderwaffe für Bauherrn?

Daß produzierende Unternehmen ihre Produktionsprozesse mit Lean Prinzipien besser und effizienter gestalten können, ist hinlänglich bekannt. Aber lassen sich die aus der Automobilbranche kommenden Prozesse auch auf das Bauwesen übertragen? Und können sie womöglich sogar Verzögerungen und Mehrkosten bei großen Bauvorhaben künftig vermeiden helfen?

Auf dem zweitägigen VDI-Wissensforum Lean Construction in Düsseldorf kamen letzte Woche Bauherren, Baufirmen und weitere Branchenschaffende zu Wort. Aus Bauherrensicht, die ich im ersten Vortrag vertreten durfte, kann Lean Construction durchaus zu besseren Projektergebnissen beitragen, wobei man sich vor Augen halten muß, daß etwa belastbare Bauherren-Entscheidungen “just-in-time” wesentliche Produktions-Vorstufen im Bauprozess sind. Stockt bereits diese Vorleistung, können dies auch noch so viele Lean-Prinzipien in Planung und Ausführung nicht mehr wettmachen. .weiterlesen ...

BIM – mehr als nur ein Modethema

Building Information Modelling ist im angelsächsischen Raum schon seit Jahren Standard und faßt zunehmend auch in Deutschland Fuß. Dabei geht es nicht um den Einsatz einer neuen Software, sondern um einen völlig neuen, interdisziplinär-integrativen Ansatz der Planung von Bauwerken.

Mit BIM wird das Bauwerk von den Beteiligten am Bildschirm komplett in 3D modelliert, bevor es draußen “in echt” gebaut wird: Der Architekt konstruiert den Rohbau, in den der Haustechniker anschließend seine Lüftungskanäle und Leitungen “einbaut”. Wenn ein Leitungsstrang dann vor einer Betonwand endet, in der ein “Loch” vergessen worden ist, ist das mit wenigen Klicks erledigt. So können am Ende des Planungsprozesses abgestimmte und weitgehend fehlerfreie Pläne auf die Baustelle geliefert werden. Das macht Bauen besser, schneller und günstiger. .weiterlesen ...

Neues Bauvertragsrecht

Haarschnitt und Hausbau haben eines gemeinsam: Es handelt sich um Werkverträge gemäß BGB. Ihre Unterschiedlichkeit legt aber nahe, daß gesetzliche Regelungen zum Haarschnitt nicht ausreichen können, um den komplexeren, teureren und länger laufenden Bauverträgen gleichermaßen gerecht zu werden.

Deshalb wurde bereits in den zwanziger Jahren die VOB/B aufgelegt, die das Zusammenspiel von Bauherr und Bauunternehmer in Bauverträgen regelt. Beide Seiten wirken seither gleichermaßen an der Entwicklung mit, weshalb die VOB/B in ganz besonderer Weise als sachgerecht und ausgewogen gilt. Die Regelungen der VOB/B können vertraglich vereinbart werden und ergänzen dann die ‑ wie dargestellt: unzureichenden ‑ gesetzlichen Regelungen. .weiterlesen ...