Die Rolle des Architekten im Konfliktfall

Der Architekt ist die Schlüsselfigur des Bauherren im Projekt. Dennoch kann er Konflikte kaum objektiv lösen. Dagegen spricht nicht nur, dass er Parteivertreter der Bauherrenseite ist, sondern auch seine besondere fachliche und vertragliche Rolle:

Fachlich plant der Architekt das Projekt, bereitet die Bauverträge vor und leitet die vom Bauherrn beauftragten Bauarbeiten. Er ist damit das professionelle Gesicht des Bauherren im Projekt, der selbst meist Bau-Laie ist. Rechtlich gesehen ist er deshalb Erfüllungsgehilfe des Bauherrn, was bedeutet, dass sich der Bauherr Fehler seines Architekten zurechnen lassen muss. .weiterlesen ...

Empfehlungen der Reform-Kommission im Praxis-Check

Als Mitglied der Arbeitsgruppe Projektsteuerung innerhalb der „Reformkommission Bau von Großprojekten“ habe ich mit Dipl.-Ing. Harald Rohr, Leiter des Integrierten Facility Management der Fraport AG einen Methoden-Abgleich mit dem unter seiner Verantwortung errichteten Flugsteig A-Plus vorgenommen. Weil dabei ein hoher Grad an Übereinstimmung festgestellt werden konnte, bietet dieser Beitrag auch die Chance, ein Gefühl für die praktische Umsetzbarkeit der Empfehlungen zu erhalten, und so ihre konkrete Anwendung zu befördern. .weiterlesen ...

Endbericht der Reformkommission erschienen

Je größer das Projekt, umso höher ist die Zahl der Bauherrenvertreter und ihre Hierarchie. So müssen sich dann zwangsläufig auch solche Bauherrenvertreter mit dem Projekt auseinandersetzen, die vom Bauen eher wenig verstehen. Dies gilt jedenfalls meist dann, wenn Bauen nicht das Kerngeschäft des Bauherren ist.

Nicht nur im politischen Bereich können die eigentlichen Projektthemen dann schnell von anderen Themen der Bauherrenvertreter überstrahlt und verwässert werden. Wie entsprechende Beispiele aktueller Großprojekte zeigen, geht das oft zu Lasten des Projekts. Gleichzeitig wird es immer schwerer, sich fachlich-inhaltlich auf das richtige und notwendige Vorgehen zu verständigen. .weiterlesen ...

Die besondere Leseempfehlung für Bauherren

Nicht nur prominente Großprojekte zeigen: Die Komplexität des Bauens wird immer wieder unterschätzt. Dabei bildet der Bauherr stets das oberste Management seines Projektes, indem er es über Beauftragungen führt. Essenziell ist insoweit seine Kenntnis der Projekt-Mechanismen, der Akteure und ihrer teils widersprüchlichen Interessen. Das gilt besonders für unerfahrene Bauherren, die sonst gegenüber den Profis der Auftragnehmerseite schnell ins Hintertreffen geraten.

Dieses Buch bietet hierzu einen umfassenden und praxisorientierten Einblick in das Bauwesen. Mit gut nachvollziehbaren Analogien erklärt er auch für Laien leicht verständlich die wesentlichen Zusammenhänge für das Zusammenspiel zwischen den am Bau Beteiligten. Leicht lesbar geschrieben und humorvoll illustriert ist das Werk eine Pflichtlektüre für das (TOP-) Management unerfahrener Bauherren und eine Bereicherung für erfahrene zugleich.

Mehr Information über die Aktivitäten und das Wirken von Jürgen Lauber finden sich unter www.bauwesen.co