Good Morning Lean! A wakeup call.

Auf Einladung des VDI-Verlags habe ich in der Jahresausgabe 2018/2019 Bautechnik der Zeitschrift “Bauingenieur” einen Beitrag zum Thema Lean Construction verfasst. Dabei habe ich deutlich vor überzogenen Erwartungen gewarnt:

Lean Construction ist insbesondere kein Projektverstärker, der wie eine schmackhafte Sauce schlecht laufende Projekte verfeinern, und ihre Performance verbessern kann. Lean Management ist eher – um im Bild zu bleiben – eine fein abgeschmeckte Rezeptur aus Kompetenz, Zusammenarbeit, Methoden, gesundem Menschenverstand, Vertrauen, Kultur, Mut, Ehrlichkeit, Change – und vor allem: aufrichtigem Wollen und entschlossenem Handeln. .weiterlesen ...

Doppelpass für bessere Projekte

Das 2014 in 4. überarbeiteter Auflage erschienene AHO-Heft 9 ist sozusagen die aktuelle “Bibel” für die zuverlässige Organisation der “inneren Mechanik” von großen Projekten. Für die Projektstufen 1-5 enthält es Leistungsbilder von der Projektvorbereitung über die Planung, die Ausführungsvorbereitung, die Ausführung bis hin zum Projektabschluss. Damit bietet es eine erprobte und anerkannte Methodik i. W. für überschaubare und klar definierte (Groß-) Projekte in beherrschbaren Umfeldern. .weiterlesen ...

BIM zu Ende gedacht

Modelle oder Zeichnungen, statische oder dynamische Visualisierungen, offline oder in Echtzeit gerechnet, sind im Bauwesen nichts Neues. Meist werden sie für Marketing-Zwecke erstellt, auch zur Vorbereitung schwieriger Entscheidungen sind sie ein wertvolles Hilfsmittel. Was früher der Modellbauer war, ist heute der Modellierer.

Er ermöglicht es, ein geplantes Gebäude schon einmal von innen anzusehen, einen Blick hinter die Abhang-Decke zu werfen oder die Nutzbarkeit von Räumen anhand von Möblierungs-Alternativen zu prüfen. Dank hochentwickelter Gaming-Hardware ist das heute bereits mit überschaubarem Ausstattungs-Aufwand live und als Echtzeit-Simulation möglich. Eine Monitor-Maske überträgt jede Kopfbewegung fließend in die entsprechende Blickperspektive, so daß sich der Besucher ganz natürlich „umschauen“ kann. Zum „herumlaufen“ genügt es, das Zeigegerät in die gewünschte Richtung zu halten, und schon geht’s los in der virtuellen Realität (VR). .weiterlesen ...

Nicht gesund: Projektsalat

Im Zusammenhang mit problematischen Großprojekten diskutiert die Projektmanagement-Community gerne, inwieweit unzureichende Projektmanagement-Kompetenz des Auftraggebers als Ursache infrage kommt. Wie verhält sich diese Kompetenz zur Bauherrenkompetenz?

Bauherrenkompetenz meint vor allem die Kompetenz, ein Bauprojekt übergeordnet leiten zu können. Diese Leitung ist in das Bauprojekt hinein gerichtet und technischer, wirtschaftlicher, organisatorischer und rechtlicher Natur. Sie wird von einem (Bau-)Projektleiter wahrgenommen, der sein Projekt in der Rolle eines “Geschäftsführers auf Zeit” leitet. Im Projekt selbst erledigen dann Architekten und Ingenieure das eigentliche Projektmanagement, das zu ihren Kernkompetenzen zählt. Schließlich waren und sind Bauprojekte – der Name sagt es bereits – per definitionem immer Projekte. .weiterlesen ...

Lean Construction – Wunderwaffe für Bauherrn?

Daß produzierende Unternehmen ihre Produktionsprozesse mit Lean Prinzipien besser und effizienter gestalten können, ist hinlänglich bekannt. Aber lassen sich die aus der Automobilbranche kommenden Prozesse auch auf das Bauwesen übertragen? Und können sie womöglich sogar Verzögerungen und Mehrkosten bei großen Bauvorhaben künftig vermeiden helfen?

Auf dem zweitägigen VDI-Wissensforum Lean Construction in Düsseldorf kamen letzte Woche Bauherren, Baufirmen und weitere Branchenschaffende zu Wort. Aus Bauherrensicht, die ich im ersten Vortrag vertreten durfte, kann Lean Construction durchaus zu besseren Projektergebnissen beitragen, wobei man sich vor Augen halten muß, daß etwa belastbare Bauherren-Entscheidungen “just-in-time” wesentliche Produktions-Vorstufen im Bauprozess sind. Stockt bereits diese Vorleistung, können dies auch noch so viele Lean-Prinzipien in Planung und Ausführung nicht mehr wettmachen. .weiterlesen ...

Bautagebuch – ein Formularbuch für die Baustelle

Nach ständiger Rechtsprechung kommt dem vom Objektüberwacher zu führenden Bautagebuch speziell bei Bau-Schäden und -Streitigkeiten eine wesentliche Schlüsselrolle zu. Dennoch gibt es mit Ausnahme von elektronischen Bautagebüchern kaum allgemeingültige, sofort vom Praktiker umsetzbare Vorgaben, die die inhaltlichen Anforderungen an ein Bautagebuch definieren. Im Ergebnis hängt die Qualität eines Bautagebuchs deshalb vor allem vom (Wohl-)Wollen, vom Können und von der Erfahrung des Objektüberwachers ab; insbesondere der Bauherr weiß vorher nicht, was er nachher bekommt. .weiterlesen ...

Leistungsbild für Bauherren

Wenn ein Bauprojekt einmal gestartet ist, ist alles klar: Planung und Ausführungsüberwachung folgt preislich wie methodisch der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI), und ist zeitlich in die Leistungsphasen 1 bis 8 untergliedert. Dazu passend sind die Aufgaben des Projektmanagement in Heft 9 der Schriftenreihe des Ausschusses der Verbände und Kammern der Ingenieure und Architekten für die Honorarordnung e. V. (AHO) beschrieben. Dank dieser Leistungsbilder weiß jeder, was zu tun, und vom anderen zu erwarten ist. .weiterlesen ...

Endbericht der Reformkommission erschienen

Je größer das Projekt, umso höher ist die Zahl der Bauherrenvertreter und ihre Hierarchie. So müssen sich dann zwangsläufig auch solche Bauherrenvertreter mit dem Projekt auseinandersetzen, die vom Bauen eher wenig verstehen. Dies gilt jedenfalls meist dann, wenn Bauen nicht das Kerngeschäft des Bauherren ist.

Nicht nur im politischen Bereich können die eigentlichen Projektthemen dann schnell von anderen Themen der Bauherrenvertreter überstrahlt und verwässert werden. Wie entsprechende Beispiele aktueller Großprojekte zeigen, geht das oft zu Lasten des Projekts. Gleichzeitig wird es immer schwerer, sich fachlich-inhaltlich auf das richtige und notwendige Vorgehen zu verständigen. .weiterlesen ...